
video zur doku des beginns der zusammenarbeit zwischen philipp meier, co-direktor cabaret voltaire & rebell.tv | seit dem 12.01.2010 schreibt der kurator bei rebell.tv: «08/15Min.» | philipp meier bei facebook
thx4: "wir bleiben dran!sparent" | was ist s.wi.r.? ausgewählt bilder (tp). s.w.i.r. hat sich im laufe der monaten zu einem eigenständigen projekt von rebell.tv entwickelt: übersicht ausgewähler arbeitsergebnissen.
| anregung des kurators: "shake your ass, your mind will follow" | "the mythos is the message" (pdf) | d!a!n!k!e!

adrian notz, co-direktor cabaretvoltaire.ch ist seit der zoo art fair 2008 unser co-kurator | englische vorstellung von rebell.tv in einem indischen buch | schon früher hat er den "sender cabaretvoltaire.ch" zu bespielen begonnen: er dokumentiert seine recherchereisen via mms, welche er direkt ins blog von rebell.tv ablegt. (start mit arthur cravan. ab ca. 05.08.2008 zurück. zz wissen wir technisch nicht, wie wir einen direkteren zugang zu seiner doku geben können aus unendlich langes "zurück scrollen" im blog. besser: rss-feed abonnieren und bei der nächsten reise mit dabei sein ;-)) | adrian notz auf facebook
chronologie und zusammarbeit:
2009: einzelaustellung in der krytpa: Kunst Macht Probleme
2008: joseph beuys' nigthmare. royal academy of arts, london (adrian notz macht eine einführung vor der schlusspräsentation des films)
monatlicher s.w.i.r. (social worker in residence) im cabaret voltaire: doku im RADIO und BLOG seit 11.01.07
2008: begleitung der abstimmung rund um das cabaret voltaire in der stadt zürich
28.11.07: dieser clip war am nächsten tag auf mehreren homepages von tageszeitungen in zürich
09.02.07: superVision beim kurator (podcast)
11.06: mms art remix #7
10.06: zusammenarbeit bazon brock in zürich
08.06.07: philipp meier: the mythos is the message (pdf)
18.05.06: start der zusammenarbeit

- diverse beschreibungen von rebell.tv durch kurator philipp meier:
(abgedruckt im programmheft 1/2 2009)
((( rebell.tv )))
Im musealen Kontext gibt es den Begriff der «Totalen Installation» (Ilya Kabakov), deren Vorläufer der Merzbau von Kurt Schwitters war. Es handelt sich dabei um eine gänzlich raumgreifende und dadurch
-verändernde Installation, die das Museale verschwinden lässt. In diesem Vergleich ist rebell.tv eine postmuseale «Totale Informationsskulptur» mit einer Medienhaushülle.
Das Medienhaus rebell.tv auf eine künstlerische Skulptur zu reduzieren, greift jedoch viel zu kurz. Sein zentrales Arbeitsfeld bildet die Grundlage jeglichen sozialen Lebens; die Kommunikation. Oberflächlich betrachtet bestehen kaum Unterschiede zu anderen Medienhäusern. Unter dieser Oberfläche zerfällt jedoch die vordergründige Ordnung in die einzelnen Atome, die den Kommunikationskosmos zwischen Menschen bilden: Worte; Verknüpfungen und Links; unfertige, niedergeschriebene Gedankengänge; Slogans; Zitate; ungeschnittene («rohe») Gespräche und Gesprächsteile; relevante Nebensächlichkeiten; unrelevante «Tatsachen»; Fakten; Mythen; Gerüchte; Verschwörungstheorien; Studienresultate (und ihre Fussangeln); Leitsprüche; journalistische Texte; Bildsprachen; was neben den Worten und zwischen den Zeilen steht; Wortklänge und -farben; Botschaften; atmosphärisches; Füllwörter; Leerstellen und -schläge; sichtbares und unsichtbares Nachdenken; etc.pp. Kommunikation ist eine äusserst komplexe Angelegenheit. Täglich wird uns jedoch insbesondere durch die Werbung und Medien das Gegenteil vorgetäuscht. Wo andernorts Objektivität vorgegaukelt wird, macht rebell.tv die Subjektivität aller Informationen sicht- und erlebbar.
Das Medienhaus rebell.tv ist mit seiner schon beinahe klassischen Frontpage niederschwellig angelegt. Dahinter folgt jedoch das alltägliche fliessende Informationschaos. Dort, wo die anderen Medienhäuser als so genannte «Gatekeeper» für uns Informationshäppchen aus den Fluten fischen und in wohlgeordnete Formate pressen, führt uns Stefan M. Seydel mal mit dem Eisbrecher, mal in einer Nussschale durch die seichten oder tiefen, mal stürmischen mal flauen Informationsfluten.
die kuratoren beschreiben ende oktober 2008 rebell.tv so:
((( rebell.tv )))
Rebell.tv ist die Web 2.0 Version einer Dada-Zeitschrift. Rebell.tv ist das modellhafte Ready-Made eines Medienhauses. Rebell.tv ist eine sich ständig verändernde digitale Informationsskulptur. Rebell.tv ist eine Plattform für das gesprochene Wort. Rebell.tv kritisiert die Medien bis in einzelne Begrifflichkeiten. Rebell.tv orientiert sich an soziokulturellen Strängen und nicht an künstlerischen oder wissenschaftlichen Disziplinen.
Bei der kuratorischen Recherche im Internet sind wir 2006 auf rebell.tv gestossen. Stefan M. Seydel klaute mit seiner Videokamera bei einem Besuch der Eröffnungsausstellung «Dadaize» die Sequenz eines Interviews mit Walter Mehring (Peter K. Wehrli als Interviewer) und stellte dieses bei rebell.tv online. Wie viele andere scheiterten wir bei unseren diversen ersten Besuchen an der Unübersichtlichkeit und am schnellen Wandel dieser Website. Diese Komplexität liess uns jedoch nicht mehr los. In einer Zeit, in der sich viele Menschen wegen der so genannten «Informationsflut» überfordert fühlen, versucht Stefan M. Seydel die Komplexität der alltäglichen «Arbeit am Sozialen» sichtbar zu machen. Auf rebell.tv kann quasi live mitverfolgt werden, wie deren Betreiber Wissen bildet und wieder verwirft, Meinungen generiert und ständig dem neuen Informationsstand anpasst, Links zwischen sich scheinbar fachlich widersprechenden Polen herstellt, und so weiter.
die aktuellen daten der nächsten s.w.i.r. im cabaretvoltaire, an der spiegelgasse 1 in zürich, werden ab sofort ausschliesslich im "wochenkommentar" verbindlich kommunziert!







